Nicht erst seit dem Reaktorunfall in Fukushima stehen die regenerativen Energien im Blickfeld der Gesellschaft. Denn langfristig wird der Klimawandel kommen und wenn unsere Gesellschaft jetzt nicht die richtigen Weichen für alle nachkommenden Generationen stellt, dann kann es am Ende zu spät sein. Deutschland ist, was Förderung regenerativer Energien betrifft, weltweit führend und hat auf diese Weise auch auf dem Gebiet der Photovoltaik – also der Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht – weltweit die größten Kapazitäten aufgebaut. Denn die Errichtung einer Photovoltaik -Anlage ist für jeden Hausbesitzer möglich, wenn er einige wenige Voraussetzungen erfüllt.
Wer sich also für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage interessiert, der sollte zunächst seine genaue Dachausrichtung kennen. Denn das optimale Dach liegt exakt nach Süden und hat eine Dachneigung von ca. 35 Grad. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, für den sollte es überhaupt keine Zweifel geben, denn das sind die optimalsten Voraussetzungen für eine Anlage. Aber alle anderen Hausbesitzer die diese Bedingungen jetzt nicht erfüllen sollten unbedingt weiterlesen. Denn auch auf Dächer die nach Süd-West oder Süd-Ost ausgerichtet sind oder eine stärkere Dachneigung aufweisen, kann in jedem Fall eine PV-Anlage wirtschaftlich betrieben werden. Hierzu gibt es im Internet eine Reihe von Tabellen, aus denen sich ableiten lässt um wie viel Prozent der Wirkungsgrad nachlässt.
Neben der Ausrichtung des Daches sind aber noch eine Reihe anderer Faktoren wichtig. Eine PV-Anlage produziert die Mehrheit der Energie in den Monaten von April bis September. In dieser Zeit sollte das Dach im Zeitraum zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr keinen Schattenwurf durch benachbarte Gebäude, Bäume oder Dachaufbauten wie bspw. große Gauben haben. Denn was die wenigsten wissen: wird nur ein Modul in einer Anlage durch Schattenwurf in seiner Leistungsfähigkeit behindert, dann zieht diese Beeinträchtigung alle weiteren Module mit nach unten. Glücklicherweise steht im Sommer die Sonne häufig so hoch, dass auch hier für die Mehrzahl der Dächer grünes Licht gegeben werden kann. Und sollten einige Module tatsächlich Schattenwurf bekommen, dann kann der Anlagenbauer diese Module in eine Reihe schalten, die restlichen nicht davon betroffenen Module können in eine separate Schaltung genommen werden.
Damit eine PV-Anlage Strom erzeugen kann, muss darüber hinaus ein sogenannter Wechselrichter installiert werden. Diese Wechselrichter wandeln den durch die Anlagen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Daher sollte der Hausbesitzer noch eine freie Wandfläche im Keller oder im Hauswirtschaftsraum besitzen, an der die Wechselrichter installiert werden können. Ideal ist dabei die Installation im Keller, da die Wechselrichter im Vollbetrieb Wärme abgeben und eine kühle Umgebung hier von Vorteil ist.
Die letzte Voraussetzung ist noch ein freier Zählerplatz für den Stromzähler. Dieser sollte sich idealerweise im Schaltschrank der Hauselektronik befinden. Ist hier kein freier Platz mehr vorhanden, dann muss noch ein weiterer Zählerschrank installiert werden.







